FUGRO führt Kampfmittelerkundung im Wasser mittels Drucksonde durch
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Die Vattenfall Europe plant auf einer ehemals industriell und militärisch genutzten Fläche in Hamburg den Neubau des Kraftwerkes Moorburg. Für die Fläche besteht aufgrund der Vorgeschichte ein begründeter Kampfmittelverdacht, der vor Beginn der Bauarbeiten auszuräumen ist. Die Erkundung der Kampfmittelsituation auf dem landseitigen Baufeld wird konventionell mittels Bohrungen durch Dritte ausgeführt. Nach Vorbohren und Installation von entsprechend dimensioniertem PVC-Casing wird hier mittels Magnetometer freigemessen. Auf der Wasserseite des Baufeldes im Bereich einer neu zu errichtenden Spundwand ist dieses Verfahren nicht praktizierbar. FUGRO hat in Zusammenarbeit mit der Fa. SeaTerra ein Drucksonden-basiertes Verfahren angeboten, mit dem die Freimessung auch unter Wasser praktizierbar ist:

Eine speziell entwickelte Magnetometerspitze wird mittels Drucksondiertechnik kontinuierlich eingedrückt. Als Basistechnologie dient dabei ein praxiserprobtes ROSON-Drucksondiersystem, welches einen kontinuierlichen Drucksondiervorgang im Wasser ohne Gestängewechsel gestattet. Wie von konventionellen Drucksondeneinsätzen her bekannt, erfolgt die Datenerfassung kontinuierlich, die Datenübertragung erfolgt digital. FUGRO erkundet mit diesem Verfahren im Auftrag der Fa. Wilhelm Soltau Brunnenbau GmbH bei Wassertiefen zwischen 6 und 15 m einen Korridor von ca. 450 m * 5 m bis in eine Tiefe von 6m mit ca. 800 Sondierungen. Die Arbeiten werden voraussichtlich in der ersten Augusthälfte abgeschlossen.

 
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